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Dienstag, 19. Juni 2012
Tragödie mit lyrischem Einschlag
juppstexte, 20:44h
Sie saßen und tranken am Stammtisch,
und sprachen von Liebe viel.
Die Herren die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.
„Die Liebe muss sein platonisch“,
der dürre Studienrat sprach.
Sein Frauchen säuert ironisch,
und dabei seufzete sie: „Ach!“
Der Domherr öffnet den Mund weit:
„Die Liebe sei römischkondomfrei und so,
sie schadet sonst der Gesundheit.“
Das Fräulein lispelt ungläubig: „Wie, so?“
Ob dieser Antwort war der Domherr nicht froh;
Schäflein sollen nicht denken,
der Welt katholische Kinderlein schenken.
Verärgert verzieht er sich zum Pissen aufs Klo.
Elfriede spricht wehmütig:
„Die Liebe ist eine Passion!“
Und präsentiert ihre Titten gütig;
ihr Gatte nimmt keine Notiz davon.
Am Tische war noch ein Plätzchen;
ohmannohmann, da hab ich gefehlt,
den Damen und Herrn hätt ich mit spottenden Sätzchen,
erklärt, was ihnen zum Leben fehlt.
(nach Heinrich Heine)
und sprachen von Liebe viel.
Die Herren die waren ästhetisch,
die Damen von zartem Gefühl.
„Die Liebe muss sein platonisch“,
der dürre Studienrat sprach.
Sein Frauchen säuert ironisch,
und dabei seufzete sie: „Ach!“
Der Domherr öffnet den Mund weit:
„Die Liebe sei römischkondomfrei und so,
sie schadet sonst der Gesundheit.“
Das Fräulein lispelt ungläubig: „Wie, so?“
Ob dieser Antwort war der Domherr nicht froh;
Schäflein sollen nicht denken,
der Welt katholische Kinderlein schenken.
Verärgert verzieht er sich zum Pissen aufs Klo.
Elfriede spricht wehmütig:
„Die Liebe ist eine Passion!“
Und präsentiert ihre Titten gütig;
ihr Gatte nimmt keine Notiz davon.
Am Tische war noch ein Plätzchen;
ohmannohmann, da hab ich gefehlt,
den Damen und Herrn hätt ich mit spottenden Sätzchen,
erklärt, was ihnen zum Leben fehlt.
(nach Heinrich Heine)
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